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Intelligent, nachhaltig, sicher? Antworten auf Ihre Fragen zu AmiGo

Automatisiertes Fahren weckt Neugier, wirft aber auch Fragen auf: Wie sicher sind die Fahrzeuge? Was geschieht bei einem technischen Problem? Und wie funktioniert die künstliche Intelligenz an Bord? Wir beantworten fünf häufig gestellte Fragen.

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AmiGo Testing am Strassenrand

Sind die Fahrzeuge nach der ersten Testphase ohne Überwachung unterwegs?

Nein. Auch wenn die Fahrzeuge später ohne Sicherheitsfahrerinnen und Sicherheitsfahrer unterwegs sein werden, wird die Flotte permanent aus dem Betriebshof in Altstätten überwacht. Bei Bedarf kann der Fernoperator, der sogenannte «Remote Assistance Officer», das Fahrzeug anhalten. Zudem verfügen die Fahrzeuge über Sicherheitsfunktionen, um sich selbstständig und kontrolliert zum Stillstand zu bringen.

Findet sich AmiGo bei Regen, Schnee oder Dunkelheit zurecht?

Die AmiGo-Fahrzeuge sind mit verschiedenen Sensorsystemen ausgestattet, die ihre Umgebung laufend erfassen. Dazu gehören Kameras sowie Radar- und Lidarsensoren. Jedes dieser Systeme hat unterschiedliche Stärken: Kameras liefern beispielsweise wichtige Bildinformationen, während Radarsensoren auch bei Regen oder Schnee zuverlässig funktionieren. Lidar erfasst die Umgebung mithilfe von Laserimpulsen und erstellt daraus ein genaues räumliches Bild.
Entscheidend ist das Zusammenspiel dieser Systeme. Die Informationen der verschiedenen Sensoren werden miteinander kombiniert, damit das Fahrzeug andere Verkehrsteilnehmende, Hindernisse und den Strassenverlauf auch bei wechselnden Wetter- und Lichtverhältnissen zuverlässig erkennen kann. AmiGo fährt nur dann automatisiert, wenn die festgelegten Voraussetzungen für einen sicheren Betrieb erfüllt sind.

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AmiGo biegt ein
Durch die Nutzung verschiedener Sensorsysteme können die AmiGo Fahrzeuge auch bei wechselhaftem Wetter eingesetzt werden. Die Erfahrungen aus den Testfahrten helfen dabei, die Einsatzgrenzen der Fahrzeuge besser zu verstehen und den Betrieb Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Nutzt AmiGo künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz spielt beim automatisierten Fahren eine wichtige Rolle. Sie hilft dem Fahrzeug, seine Umgebung laufend zu erfassen und innerhalb von Millisekunden auszuwerten. So erkennt AmiGo beispielsweise Fussgängerinnen und Fussgänger, Velos, andere Fahrzeuge oder Ampeln. Das System kann zudem zuverlässig einschätzen, wie sich andere Verkehrsteilnehmende in den nächsten Sekunden verhalten könnten, etwa ob jemand die Strasse überquert oder ein Auto die Spur wechselt. Auf dieser Grundlage berechnet das Fahrzeug eine sichere Fahrstrategie und setzt sie durch Lenken, Bremsen oder Beschleunigen um.

Hierbei handelt es sich nicht um «allgemeine» Künstliche Intelligenz, die ein eigenes Bewusstsein entwickelt oder gar Kontrolle übernimmt. Im Gegensatz zu generativer KI (GenAI), die Inhalte wie Texte oder Bilder erzeugen kann, handelt es sich bei der KI in automatisierten Fahrzeugen um sogenannte «spezialisierte KI»: Diese ist auf klar definierte Aufgaben wie Objekterkennung und Fahrstrategieplanung trainiert und funktioniert innerhalb festgelegter Rahmenbedingungen.

Damit die Technologie auch unter den hiesigen Bedingungen zuverlässig funktioniert, werden die Fahrzeuge gezielt auf die Schweizer Strassen und die lokale Fahrkultur trainiert. Bevor der reguläre Betrieb startet, wird ihr Verhalten im Einsatzgebiet umfassend getestet und schrittweise optimiert.

Was passiert wenn AmiGo aufgrund eines technischen Problems nicht mehr weiterfahren kann?

Kann das Fahrzeug seine Fahrt aufgrund eines technischen Problems nicht fortsetzen, leitet es automatisch ein vordefiniertes Sicherheitsmanöver ein. Dieses wird als «Minimal Risk Manoeuvre», kurz MRM, bezeichnet. Dabei bringt sich das Fahrzeug kontrolliert in einen möglichst sicheren Zustand und hält an.

Die Fahrgäste werden über Mikrofone im Fahrzeuginnenraum über die Situation informiert. Über den Notfallknopf im Fahrzeug können sie zudem jederzeit direkt Kontakt mit der Mitarbeitenden aufnehmen. Diese werden sofort benachrichtigt und organisieren die notwendige Unterstützung. Je nach Situation kommen Mitarbeitende vor Ort vorbei oder es wird ein Ersatzfahrzeug geschickt, damit die Fahrgäste ihre Reise fortsetzen können.

Ist AmiGo wirklich eine nachhaltige Ergänzung des ÖV? Es können ja viel weniger Personen aufs Mal transportiert werden. 

Bei On-Demand-Betrieben können Leerfahrten deutlich reduziert werden. Die Fahrzeuge fahren nur dann, wenn sie von der Kundschaft bestellt werden.
Wenn mehrere Personen zu einer ähnlichen Zeit in die gleiche Richtung fahren möchten, können ihre Fahrten miteinander kombiniert werden. Unterwegs steigen dann weitere Fahrgäste ein oder aus. Dieses sogenannte Ride-Pooling sorgt dafür, dass sich mehrere Personen ein Fahrzeug teilen und die verfügbaren Plätze möglichst effizient genutzt werden.

Zudem werden die künftigen On-Demand- und automatisierten Angebote von PostAuto mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen umgesetzt. Einen besonders grossen Beitrag zur Nachhaltigkeit kann AmiGo leisten, wenn das Angebot eine attraktive Alternative zum eigenen Auto bietet. Wer häufiger Fahrten teilt oder dank AmiGo ganz auf ein eigenes Fahrzeug verzichten kann, reduziert den individuellen Autoverkehr und den damit verbundenen Ressourcenverbrauch.

AmiGo Testing im Autoinnenraum
Durch Ride-Pooling werden Fahrten zusammengelegt um verfügbare Plätze effizient zu nutzen.

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